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Ausbuddeln statt eingraben!

Als ich von der Grundschule aufs Gymnasium gewechselt habe, ging es mir ganz schlecht, denn ich war die einzige aus der 4. Klasse und beliebt war ich auch nicht. Ich hatte nur eine Freundin auf dem Land und von dieser wurde ich auch noch getrennt... für mich brach damals die Welt zusammen. Jeden Morgen bevor ich zum Bus ging, war mir übel und ich habe mich manchmal sogar übergeben vor lauter Angst. Denn die Veränderung fiel mir sehr schwer. Meine Eltern hatten nicht das nötige Geld um mir die coolen Klamotten oder die teure Brille zu kaufen, ich war noch die beim Friseur und moppelig war ich auch noch. Das hört sich doch nach einer Menge Spaß an oder... ja genau das wars auch. Denn Kinder können sehr fies sein.. und wenn die Erwachsenen sie auch noch dazu animieren, wirds noch schlimmer. Ich hatte schlechte Noten und das obwohl ich in der Grundschule noch als hochbegabt eingestuft wurde. Ich hatte keinen Spaß und Freunde hatte ich auch keine. Alles was meine Mutter dazu zu sagen hatte war:"Vielleicht sollten wir doch einen Psychologen aufsuchen." Ja genau, wir wäre es denn wenn man sich um sein Kind kümmert anstatt es mit so einer einfachen Methode abzufertigen. Ich musste mich schon im Kindergarten alleine fertig machen. Meine Hausaufgaben habe ich auch immer alleine gemacht. Und als wir mal eine Uhr basteln mussten, hatten wir nicht mal die nötigsten Sachen dafür. Ich war schon immer der Idiot. Und das schlimmste war, dass ich mich nicht wehren konnte. Ich wurde gehänselt und beschimpft. Meine Mutter hat gearbeitet und konnte mir nicht helfen. Meinen Vater hats einfach nicht interessiert. Nie. Nichts. Es gab immer klare Regeln bei uns daheim. Keine darf aufmüpfig werden. Keiner darf Blödsinn machen. Keiner darf Fehler machen. Keiner darf weinen. Und keiner darf laut sein, wenn mein Vater nach der Nachtschicht mal wieder den ganzen Tag geschlafen hat. Und keiner darf schlecht in der Schule sein. Und keiner darf wissen, wie kaputt unsere Familie eigentlich schon immer war. Meine Mutter wollte mich immer zum Psychologen schicken, weil ich nicht zur Schule wollte. Dabei hätte es tausend andere Gründe gegeben mich wirklich mal zum Psychologen zu schleifen. Nur darüber schweigt man lieber oder grinst darüber hinweg. Das ist bis heute so. Und ich bin jetzt 23. Gestern habe ich meiner Mutter gesagt, dass ich meine Kindheit aufarbeiten will. Dass ich Hilfe brauche und das so schnell wie möglich. Sie meinte nur, ob es wirklich so nötig ist, denn ich bin doch erwachsen und habe es überstanden. Wieso einen Aufruhr machen und das alles wieder ans Tageslicht holen. Doch ich bin an einem Punkt angelangt, an dem ich weiß, ich muss mir helfen lassen. Sonst werde ich nicht mehr glücklich.
11.2.14 20:15
 
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